Opioide und Verstopfung: wie es dazu kommt und was man dagegen machen kann
Veröffentlicht am: Freitag, dem 29. Juli 2022
Thema / Schwerpunkt: PresseMitteilungen zum Thema Ernährung & Gesundheit


Die sogenannten Opioide können einige der schlimmsten Schmerzen ausschalten, aber sie können auch zu Verstopfung (Obstipation) führen. Das Problem zeigt sich nicht immer sofort. Es kann auch dann noch auftreten, wenn man das Medikament bereits für einige Zeit ohne Probleme verwendet hat.

Die wichtigsten Symptome einer (beginnenden) Opioidverstopfung sind harter und trockener Stuhl, nachlassender Stuhldrang, unvollständige Darmentleerung und es ist starkes Herausdrücken erforderlich.

Eine Verstopfung ist nicht nur unangenehm, sondern mitunter auch gefährlich. Bleibt sie unbehandelt, sind Schmerzen und Krämpfen im Darm die Folge und der Bauch bläht sich auf. Schließlich kann der Darm verstopft werden.

Am besten ist es, dem Problem vorzubeugen. Wenn ein Arzt oder eine Ärztin ein Rezept für ein Opioid ausstellt, informiert er oder sie in der Regel über Möglichkeiten, wie sich Verstopfungen vermeiden lassen. Sollte es dennoch dazu kommen, ist das Problem in der Regel gut behandelbar. Wenn starke Schmerzen auftreten, ist keine Zeit zu verlieren und sofort Hilfe zu suchen.

Wie stark die Verstopfung ist, hängt weitgehend von der Art und der Dosis des verwendeten Opioids ab. Bei „leichteren“ wie Tramadol oder Tilidin sind diese Probleme seltener als etwa bei Morphin oder Fentanyl. Im Gegensatz zu anderen Nebenwirkungen dieser Medikamente, wie Müdigkeit oder Übelkeit, verschwindet die Verstopfung meistens nicht nach ein paar Tagen der Einnahme. Wissenschaftler vermuten, dass dies daran liegt, dass sich Ihr Darm nicht so an Opioide gewöhnt wie der Rest Ihres Körpers. Je länger man das Medikament einnimt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Verstopfung kommt.

Normalerweise ziehen sich die Muskeln um den Darm zusammen und lassen wieder los, um den Stuhl zu befördern. Diese Bewegung, Peristaltik genannt, erfolgt in Wellen. Opioide können die Peristaltik verlangsamen oder stoppen, indem sie hemmende Signale an die Nerven im Darm und in der Wirbelsäule senden.

Die Darm hat auch runde Muskeln, die Schließmuskeln genannt werden und die verschiedenen Teile es Verdauungstrakts voneinander trennen, wie etwa den Dünndarm vom Dickdarm. Wenn sie sich öffnen, tritt der Stuhl hindurch. Opioide können diese Muskeln anspannen, so dass sie sich nicht weit genug öffnen.

Der Darm absorbiert während der Verdauung einen Teil des Wassers aus dem Stuhl. Wenn alles reibungslos läuft, nimmt er die richtige Menge Wasser auf. Wenn Opioide den Darm verlangsamen, dauert es aber länger, bis der Stuhl den Darm passiert. Dadurch wird zu viel Wasser zu absorbiert, so dass der Stuhl hart und trocken wird.

Die Verstopfung durch Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide unterscheidet sich von den Verstopfungen, die etwa durch ballaststoffarme Ernährung oder durch Wassermangel entstehen. Im Gegensatz zu diesen anderen Verstopfungsarten reichen pflanzliche Abführmittel wie Flohsamen oder gewöhnliche Laxantien in der Regel nicht aus, um den Darm wieder auf Trab zu bringen.

Häufig werden Opioide bereits mit einem geeigneten Abführmittel verschrieben. Wenn trotzdem eine Verstopfung auftritt, ist es ratsam, den behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin zu informieren, um die Medikation anzupassen.

Quelle: Verstopfung durch Opioide

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